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Meier, Gert (Hg.)
Die Hochkultur der Megalithzeit

[100 050]
€ 19,90

Verschwiegene Zeugnisse aus Europas großer Vergangenheit



528 Seiten
Leinen
260 Abbildungen
Sonderpreis! Früher EUR 29.90
ISBN-10: 3-87847-159-9
ISBN-13: 978-3-87847-159-2


Kurztext:

Das reich bebilderte Buch behandelt Herkunft, Verbreitungsgebiet, Sprache, Religion, Sinnbilder, Schrift und Erbe der Träger der Megalithkultur sowie die Indogermanenfrage. Ein breiter Raum ist den technischen Errungenschaften gewidmet. Wer zu den ›Wurzeln‹ gehen will, findet hier den Schlüssel zur Vorgeschichte.

Langtext:

Über die west- und nordeuropäische Hochkultur der Megalithiker in der jüngeren Steinzeit sind in den letzten Jahrzehnten mit Hilfe moderner Datierungsmethoden neue grundlegende Erkenntnisse gesammelt worden. Sie blühte zunächst etwa vom 6. bis 3. Jahrtausend v.d.Ztr. an den nord- und westeuropäischen Küsten und befruchtete mit ihrem hohen Stand der Metallbearbeitung, der Hochseeschiffahrt, des Kriegswesens sowie mit ihren Schriftzeichen und ihrem Gedanken der Großsteinbauten den Mittelmeerraum und den Vorderen Orient.

Der neueste Wissensstand ist in diesem Werk zusammengestellt: Archäologie und Sprachwissenschaft, Astronomie und Vermessungskunde, Schiffsbau und Mathematik, Ethnologie und Mythologie geben ihre Beiträge zu einer umfassenden und faszinierenden Gesamtschau der kulturellen und geistigen Entwicklung dieser frühen Jahrhtausende in Europa. Sie legen Zeugnis ab von einer der interessantesten Epochen des Abendlandes. Ihre Auswirkungen reichen noch bis in die Gegenwart, weil hier gemeinsame Grundlagen für das spätere Geschehen in Europa gelegt wurden. Wer zu den ›Wurzeln‹ zurückgehen will, findet hier den Schlüssel zur Vorgeschichte.

Klappentext:

Entlang der Küsten Nord- und Westeuropas wie des Mittelmeerraumes finden sich noch heute in den Großsteinbauten die eindrucksvollen Zeugen der Megalithkultur. Diese Hochkultur der jüngeren Steinzeit bildet ein zunehmend faszinierendes Kapitel der europäischen Vorgeschichte. Denn die modernen Datierungstechniken, vor allem die kalibrierte Radiokarbonmethode, haben zweifelsfrei nachgewiesen, daß die Megalithbauten an Nordsee und Biskaya wesentlich – um Jahrtausende – älter sind als die entsprechenden im Orient. Der Gedanke der Großsteingräber – gipfelnd in den ägyptischen Pyramiden – wie auch die damit verbundenen Techniken der Hochseeschiffahrt und der frühen Metallbearbeitung haben, offensichtlich aus dem nordwestlichen Europa stammend, von dort aus den Weg zu den späteren Hochkulturen des Vorderen Orients gefunden.

In diesem Werk werden dazu die unterschiedlichsten Ergebnisse aus den verschiedenen Fachrichtungen zusammengestellt. Spatenforschung und Sprachwissenschaft werden ebenso berücksichtigt wie Ethnologie und Mythologie. Die prähistorische Astronomie und Vermessungskunde ergeben erstaunliches vorgeschichtliches Wissen über den Lauf der Gestirne wie die Gestalt und Größe der Erde, deren Ausmaße schon damals zu einem äußerst praktischen Maßsystem genutzt wurden. Funde von Booten und Felszeichnungen weisen darauf hin, daß schon vor mehr als 5000 Jahren Megalithiker auf hochseetüchtigen Schiffen den Atlantik befuhren und seinen Tücken gewachsen waren. Über Jahrtausende muß diese Hochkultur mit kultischen Zentren wie Stonehenge in England oder Helgoland in einem breiten Küstenraum an Ostsee, Nordsee und Atlantik bestanden und große zivilisatorische und kulturelle Impulse an das übrige Europa sowie an den Orient abgegeben haben, sicher verbunden mit frühen Wanderungen, von denen die bekannten der nordischen Seevölker ins östliche Mittelmeer um 1200 v.d.Ztr. späte Nachläufer waren.

Hier wird der Vorhang vor dem äußerst beeindruckenden neuen Bild der Vorgeschichte des Abendlandes gelüftet, werden viele bisherige Rätsel gelöst, wird ein breiter Zugang zu Alteuropa geöffnet.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis 8

Vorwort 9

1. Einleitung 13

2. Geschichtsbild und Wirklichkeit - Zur Indogermanenforschung 17

3. Geschichtsbild und Wissenschaft - Zur Atlantisforschung 27

4. Die These: Die Megalithkultur: eine afro-europäische Hochkultur der Jungsteinzeit 45

5. Bauten und Bauformen der Megalithkultur 53

a. Die geistigen Grundlagen des Megalithgedankens 53
b. Der Dolmen und seine Variationen 55
c. Die Menhire 60
d. Der Chromlech 62
e. Befestigungsbauten 72
f. Taulas 74
g. Steinreihen 74
h. Kultbauten 75

6. Der Ursprung der Megalithkultur 77

7. Die boat-people 99

8. Rings um die Welt 115

9. Die Religion der Megalithiker 123

a. Der Ahnenkult 124
b. Glaube an Höchstes Wesen? 130
c. Naturgeister 136

10. Die Sprache der Megalithiker 137
a. Das atlanto-libysche Substrat indogermanischer Sprachen 137
b. Getreide und Gemüse 140
c. Haustiere und Landwirtschaft 147
d. Maße und Vermessung 149
e. Metalle 151

11. Ideogramme und Dekorationsmuster 159
a. Die Dreifachspirale 160
b. Sub ascia dedicata 161
c. Der Jahresbaum 161
d. Die Eulengöttin 162
e. Das ›Mutterbrust‹-Grabhaus-Sinnzeichen 163
f. Das Kammzeichen, der neue Gang des Jahresgottes und die bittenden Hände 163
g. Die Felsmalerei von Peiia Tu 165

12. Die Anfänge: Verbindungen zur Altsteinzeit 167
a. Gesichtskreissonnenjahr und Sonnenlaufbogenjahr 167
b. Die Zwei, die Vier, die Fünf und die Drei als Teiler des Jahres 170
c. Die Teilung des Jahreskreises in 360 Grad 174
d. Der Kreis und die Zeitmaße: die Teiler Fünfzehn und Vierundzwanzig 175
e. Die Sieben, die Elf und die Zweiundzwanzig als Bestimmungsgrößen des Kreises 179
f. Die Tierkreiszeichen 180

13. Die Schriftzeichen der Megalithkulturen 189
a. Kalenderzeichen und Schriftzeichen 189
b. (Vor)megalithische Schriftzeichen-Systeme 192
c. Schalensteine und Näpfchen 201
d. Rillensteine 201

14. Die zivilisationstechnischen Errungenschaften der Megalithiker 203
a. Vorbemerkung 203
b. Die Himmelsbeobachtung 205
c. Die Architektur und Baumaße 227
d. Die Geodäsie und das Vermessungswesen 234
e. Das Maßwesen 272
f. Die Mathematik 287
g. Die Kartographie 311
h. Die Metallurgie 326
i. Die Agrarwirtschaft 359
j. Schiffswesen und Nautik 362
k. Das Wehrwesen 385
l. Die Elektrotechnik 399

15. Felsskulpturen 405
a. Die Großskulpturen 406
b. Die Kleinskulpturen 413
c. Der Kreuzgott an den Externsteinen 414
d. Der Name Gottes 420

16. Erneut: Die Herkunft der Megalithiker 423
a. Cro-Magnons, Megalithiker und die atlantonordische Rasse 423
b. Die Herkunft des Dolmens: die offene Bestattungsform des hohen Nordens 433
c. Die atlantonordische Wallburg und ihr Wehr- und Kultturm 435
d. Hünengräber und Riesen 436
e. Die Wackelsteine 438
f. Dame und Mühle 439
g. Die Herkunft der Maße 446

17. Das Ende: Megalithiker und Indogermanen 449
a. Das indogermanische Grundmuster 449
b. Renfrew und Dumezil 450
c. Trichterbecherkultur und Streitaxtleute 453
d. Asen und Wanen 462
e. Mannus, der Menschensohn 470

18. Ein neues Bild der Vorgeschichte Europas? 475

Nachwort 489

Sachwortregister 493

Privatgelehrte Pioniere der Vorgeschichte Alteuropas 507


Über die Autoren:

GERT MEIER, Dr. jur., geboren 1937 in Kassel, Studium der Rechts- und Staatswissenschaften, Geschichte und Neuer Sprachen in Göttingen und Toronto, NATO-Stipendiat für Geisteswissenschaften (Stanford), derzeit Rechtsanwalt in Köln. Zahlreiche Veröffentlichungen in verschiedenen Bereichen. Bisherige Buchveröffentlichungen: »Im Anfang war das Wort« (1988), »Die Wirklichkeit des Mythos« (1990), »Und das Wort ward Schrift« (1991), »Wer war Daidalos?« (1992), »Das Ende der D-Mark – Vision oder Wahn?« (1996).

HERMANN ZSCHWEIGERT, geboren 1935 in Eilenburg/ Sachsen, Jugend in Süd- und Westdeutschland. 1957 Eintritt in die Bundeswehr als Offiziersanwärter. Truppen- und Stabsdienst, meist in Schleswig-Holstein stationiert, pensioniert als Oberstleutnant 1992. Aus enger Verbindung zum norddeutschen Land und Menschen erwuchs das Interesse an Vor- und Frühgeschichte und weckte historische Studien zur Sprachgeschichte. Zahlreiche Zeitschriftenaufsätze und Vorträge zur Frühgeschichte.

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